Archiv für Dezember 2007

„ich sage nur hitler rippe^^“

In den den späten Abendstunden kam es gestern zu einem versuchten Nazi-Angriff gegen das soziokulturelle Zentrum Gerberstraße in Weimar, durch ca. 30 bewaffnete Neonazis. Vorangegangen waren massive Provokationen in der Innenstadt, wo sich Nazis und rechts offene Hooligans in zahlreichen Kleingruppen bewegt hatten. Der Angriff konnte durch entschlossenes Handeln abgewehrt werden. Dennoch scheint die rechte Gewalt in Weimar nun einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben.
Der gestrige Angriff war der Höhepunkt von vorangegangenen Ereignissen, bei denen sich klar erkennen lässt, dass die Gewaltbereischaft unter den Neonazis in Weimar deutlich gestiegen ist. Während die Öffentlichkeitsarbeit von Kameradschaft und NPD seit Monaten gegen null gesunken ist, scheinen die jüngeren Neonazis diese Krise der organisierten rechten Ideologie, durch Gewalt auf der Straße ausgleichen zu wollen. So kam es in den letzten Monaten verstärkt zu Übergriffen (besonders auf linke und alternative Jugendliche), bei denen öfter Teleskopschlagstöcke, Quarzhandschuhe und Pfefferspray verwendet wurden.

Auch in den letzten Tagen gab es vermehrt Anzeichen, dass die reichte Gewalt in Weimar eine neue Qualität zu erreichen scheint. So gab es zum ersten mal seit mehreren Jahren rechte Sprühereien an der Fassade der Gerberstraße. Zwei Tage vor dem Angriff auf die Gerberstraße wurde in der Nacht das Türschloss zerstört, indem Unbekannte einen Nagel hineingeschlagen hatten.

Am gestrigen Abend kündigte sich der Nazistress bereits gegen 18:00 Uhr an, da in der Stadt auffällig viele schwarz gekleidete Neonazis unterwegs waren. Später bildeten sich überall in der Innenstadt Kleingruppen, die zumeist mit Thor Steinar bekleidet waren oder mit dem Logo der „Problemkinder“ (ein rechtsoffenes Label welches u.a. Klamotten und Waffen vertreibt) geschmückt waren. Schließlich kam es zu massiven Provokationen und Pöbeleien gegen Jugendliche, die die Nazis anscheinend dem Umfeld des autonomen Zentrums Gerberstraße zugeordnet hatten. Dabei kam es auch zum Einsatz von Pfefferspray seitens der Nazis. Kurze Zeit später sammelten sich die Kleingruppen der Nazis auf dem Goetheplatz zu einem Mob von ca. 30 Menschen und jagten, bewaffnet mit Teleskopschlagstöcken, eine Gruppe von Jugendlichen, die in Richtung Gerber flüchteten. Daraufhin bewegte sich der Mob geschlossen und zielstrebig in Richtung Gerberstraße. Als der Nazi-Mob ca. 200 Meter von der Gerberstraße entfernt war, wurden Gäste und Bewohner_innen in der Gerberstraße alamiert, die sich daraufhin vor dem Haus sammelten. Entschlossen und mit der Parole „Alerta Antifascista“ bewegte sich diese Gruppe von ca. 40 Menschen in Richtung der Nazis, woraufhin sich diese in einem Block formierten und einige Hooligan-Hampeleien veranstalteten. Als sich die Entfernung zwischen den beiden Gruppen jedoch auf ca. 50 Meter verringert hatte, ergriffen die Neonazis jedoch panikartig die Flucht und verteilten sich in verschiedene Richtungen. Ein Angriff konnte nur durch das entschlossene Handeln derkenigen verhindert werden, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Gerberstraße befunden hatten.

Als die Nazis verschwunden waren, aber immer noch einige Personen aus dem Umfeld der Gerberstraße vor dem Haus standen, traf die Polizei mit einem Streifenwagen ein. In der Diskussion mit der Polizei wurde klar, dass diese nicht zwischen Angriff und Verteidigung unterscheiden konnte und drohte mit der Ingewahrsamnahme von Personen, die sich ab diesem Zeitpunkt in Gruppen in der Innenstadt bewegen würden.
An diesem Abend gab es keine weiteren Zwischenfälle.

Am gestrigen Vorfall lassen sich zwei Tendenzen aufzeigen:
1. Die Gewaltbereitschaft der Nazis und Jugendlichen mit faschistischen Tendenzen ist enorm gestiegen. Ein ähnlicher Angriff liegt über fünf Jahre zurück. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Gewalt in Zukunft nicht nur gegen linke und alternative Jugendliche richten wird, sondern auch gegen Migrant_innen und alle anderen Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen.
2. Besonders im jugendlichen Spektrum der Neonazis, scheinen NPD und Kameradschaft an Einfluss zu verlieren. Im Gegensatz dazu scheint das Label „Problemkinder“ an Einfluss und Mobilisierungspotential zu gewinnen. Dieses Label gibt sich nach außen hin unpolitisch und ist von seiner Ästhetik ein gewöhnliches Hooligan-Label. Die Macher dieses Labels sind jedoch bekannte Neonazis (unter ihnen federführend der bekannte Nazi Christian Pohlmann). Die Verflechtung in die gewaltbereite rechte Szene ist nicht erst seit gestern offensichtlich. Es ist anzunehmen, dass die Teleskopschlagstöcke, die die Nazis gestern Abend verwendet haben, aus dem Vertrieb der Problemkinder stammen. Auf der Homepage der Problemkinder ( http://www.problemkinder.com) können unter der Kategorie „Willensverstärker“ Pfefferspray, Quarzhandschuhe, Tonfas und Teleskopschlagstöcke bestellt werden.

Es ist davon auszugehen, dass Nazis, rechte Hools und Problemkinder, nach der gestrigen Schlappe nicht Frieden geben werden. Gerade zu Silvester kam es in Weimar immer wieder zu Übergriffen.

Nazigewalt offensiv entgegentreten!

KOP Soli CD

Wer neben HC auch noch andere Musik zu hören pflegt, dem sei der „GREAT ASS KICKIN´PUNKROCK SOLI SAMPLER“ zur Unterstützung der Opfer rassistischer Polizeigewalt wärmstens empfohlen.
Kostenpunkt 7,- € (Vertreiber lässt mit sich feilschen…) mail an: mav-berlin@gmx.de

Worum es geht:

Die Kampagne für Opfer rassistisch motivierter Polizeigewalt (KOP) wurde 2002 durch die Opferberatungsstelle ReachOut, das Antidiskriminierungsbüro (ADB e.V.), den Ermittlungsausschuss (EA) und Netzwerk Selbsthilfe e.V. gegründet.
KOP setzt sich dafür ein, eine Normalität zu durchbrechen!
Menschen, die wegen bestimmter Merkmale wie Hautfarbe, Sprache oder einer (unterstellten) Herkunft ins Visier von PolizeibeamtInnen geraten und deshalb unbegründeten Passkontrollen, Aggression der Beamten, diskriminierenden Beschimpfungen und Beleidigungen, gewaltsamen Festnahmen, Misshandlungen sowie Übergriffen ausgesetzt sind, sollen durch den Rechtshilfefond der Kampagne unterstützt werden, auf juristischem Wege gegen das ihnen widerfahrene Unrecht vorzugehen.
KOP arbeitet einerseits konkret mit den Betroffenen, berät sie, stellt Kontakt zu AnwältInnen und PsychologInnen her, dokumentiert alle bekannt gewordenen Fälle und leistet einen Beitrag zur Prozessfinanzierung. Andererseits thematisiert die Kampagne die legislativen Grundlagen, wie verdachtsunabhängige Kontrollen, Schleierfahndung, Anti-Terrorgesetzgebung und Residenzpflicht, durch die die rassistischen Übergriffe politisch legitimiert werden.

Ziel von KOP ist es, die systematische Verschleierung unverhältnismäßigen Handelns durch Anzeigen gegen die Opfer, Einstellung von Ermittlungsverfahren und Nicht-Verurteilung der Täter aufzudecken und für jeden Betroffenen aktiv zu werden.


Review Plastic Bomb #60

Review Anti Everything #77

GERECHTIGKEIT KOSTET!!

„ANARCHIE! Idee – Geschichte – Perspektive“ von Horst Stowasser

Gut geschrieben, leicht verständlich. 500 Seiten + Bilder. 24,90 €
Nautilus Verlag ISBN 978-3-89401-537-4

Hier das erste Kapitel als Leseprobe:




Und das Inhaltsverzeichnis:


Samstag bei VitaminX…

Nach 11 Jahren, die ich jetzt schon auf Punk und Hardcore Shows verbringe, hab ich glaub ich zum ersten mal bewusst Fotos gemacht…kein wunder das da auch so dermaßen viele beschissene dabei waren….trotz alle dem sollen ein paar aufgenommene Eindrücke ihren weg hier her finden…Ich hoffe die beiden ersten BAnds werdene smir nciht übel nehmen, das leider keine Fotos von ihnen hier auftauchen werden, aber das ausprobieren aht mensch bei den ersten bands noch stark gemerkt…I keep on trying…Hc Kids…si und nun die kleine Bilderreihe zum Konzert…

CAn I Scream

Und los gehts...

Momente...stehen still

CAn I Scream2

NA wenn das nicht mal anbeten ist...:-)

Can Icream3

Stagedive

Alles muss raus

Can I scream4

in die LUFT...

UND HOCH GEHTA

Soundsystem Yeah….

Endlich wurde es aufgestöbert. Danach wurde so lange gesucht…Na dann vielen Dank an die Bums Crew….oder was auch immer….

Checkt es aus:

http://bums.blogsport.de/2007/04/05/soundsystem-zum-selberbauen/

Ein Artikel der mich zum heulen brachte…

Oh man…in der aktuellen Konkret befindet sich ein Artikel über Dieckmann, den Chefredakteur von der Bildzeitung, der ist so herrlich, der hat mich richtig zum lachen gebracht, aber auf eine Weise in der ich außerhalb meiner Kräfte war verschiedenste Ausflüsse noch zu stoppen…Also ich will euch dran teilhaben..

Hier zum Artikel

Wenn ihr es nicht lesen könnt einfach mal Bildspeicher und dann vergrößern, dass müsste klappen….der ist wirklich einfach nur toll!!!

Das Mav hat auch nochw as zu taken…

Hallo Take A Chance-Booking,

wir sind die Band Camp Opportunity und möchten mit Euch zusammenarbeiten.

Wir wenden uns aus folgenden Gründen an Euch.
Auf unserer Suche nach Ruhm und schnellem Geld haben wir uns nicht im geringsten mit Euren Internetauftritten auseinandergesetzt und sind der Meinung, dass dies zur Profitmaximierung auch gar nicht erforderlich ist und eure Standpunkte uns sowieso scheiß egal sind.
Durch unsere Zusammenarbeit mit EMI und BMG wird unser aktuelles Album „Get rid of D.I.Y“ über Sony Media bundesweit vertrieben und in gängigen Musikmagazinen regelmäßig promotet. Zahlreiche Live-Gigs u.a. mit DJ Bobo, Scooter, Aqua und schieß-mich-tot, haben gezeigt, dass unsere Musik nach belieben austauschbar ist, keinerlei gesellschaftliche Veränderung zur Intention hat und allein den Bezug des gut bezahlten Entertainment zu unserem Publikum darstellt. Die live freigesetzte Energie und Spielfreude, die auf unser ignorantes Publikum überspringt, wird von diesem auch gleich zur Verdrängung omnipräsenter Missstände genutzt und entlädt sich exzessiv auf der nächsten Betriebsfeier oder Biermeile, was das Camp für Euch vielseitig einsetzbar macht.
Eine personelle Umstrukturierung auf Grund eines nichtmehr zu vermarktenden Subjektes durch out gewordene Trends, zwang uns zu einer ca. dreivierteljährigen Bühnenpause in der wir einen zeitgemäßeren Idioten geklont haben.
Wir sind fit für die Guillotine und arbeiten mit Hochdruck an der Erhaltung momentaner Verhältnisse und neuem Schund für die geplante Stagnation im kommenden Jahr.

>> ich denke der Rest ist in seiner Idiotie nicht mehr zu übertreffen <<

Dank unserer Erfahrung und unserer guten Organisation wollen wir mit Euch durchstarten.
Alles was wir wollen ist, so oft wie möglich auf der Bühne zu stehen, unseren Bekanntheitsgrad zu erweitern und somit unseren Marktwert zu steigern.
Verdient mit uns Geld, Prost!
Eine Rückmeldung, egal ob positiv oder negativ, wäre für uns von großem Nutzen.
Bei Interesse schicken wir Euch gerne ein Promo-Paket.

So wrong,
Konto
CAMP OPPORTUNITY

take a…was wollt ihr?

Hehe hier nen netter email verkehr von den take a chance atzen…mit besten Grüßen…:-)

achja hier noch eine mail die wir heute auf die takeachance booking seite bekommen;) einfach der knaller.und dazu noch der text denn wir auf unserer seite stehen (da paßt einfach mal garnichts^^)
: Hallo Take A Chance-Booking,

wir sind die Band Camp Jason und möchten mit Euch zusammenarbeiten.

Wir wenden uns aus folgenden Gründen an Euch.
Auf unserer Suche nach einer geeigneten Booking-Agentur haben wir uns mit Euren Internetauftritten auseinandergesetzt und sind der Meinung, dass wir ziemlich gut in Euer Rooster passen würden.
Durch unsere Zusammenarbeit mit STF-Records und M-System wird unser aktuelles Album „Get rid of it“ über CMS Media bundesweit vertrieben und in gängigen Musikmagazinen regelmäßig promotet. Zahlreiche Live-Gigs u.a. mit Maroon, Waterdown, Punishable Act, Anticops, 25ta life, Crushing Caspars haben gezeigt, dass unsere Musik szeneübergreifend wirkt, die live freigesetzte Energie und Spielfreude auf jedes Publikum überspringt und somit das Camp für Euch vielseitig einsetzbar macht.
Eine personelle Umstrukturierung zwang uns zu einer ca. dreivierteljährigen Bühnenpause in der wir einen neuen Sänger eingearbeitet haben.
Wir sind fit für die Bühne und arbeiten mit Hochdruck an der Beschaffung von Gigs und neuem Material für das geplante Album im kommenden Jahr.
Dank unserer Erfahrung und unserer guten Organisation wollen wir mit Euch durchstarten.
Alles was wir wollen ist, so oft wie möglich auf der Bühne zu stehen, unseren Bekanntheitsgrad zu erweitern und somit unseren Marktwert zu steigern.
Verdient mit uns Geld, Prost!
Eine Rückmeldung, egal ob positiv oder negativ, wäre für uns von großem Nutzen.
Bei Interesse schicken wir Euch gerne ein Promo-Paket.

So long,
Keule
CAMP JASON

unserer text:

Bis jetzt ist Take A Chance-Booking ein kleines D.I.Y-Projekt. Wir möchten für lokale und regionale Bands Shows in Berlin und Umgebung organisieren. Wichtig ist uns dabei, dafür zu sorgen, dass die Shows für jeden bezahlbar und politisch bleiben. Denn zur Zeit geht einiges schief im Hardcore/Punk. Er entwickelt zum Trend und wird damit entpolitisiert und kommerzialisiert. Dem möchten wir mit diesem Projekt entgegentreten. Weiterhin sollen die Shows allen Spass machen und nicht zur Selbstdarstellung einzelner dienen. Keep it Positive!!!




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