…sind auch neu!
http://htownhardcore.blogsport.de/zitate/
I won‘t do anything you say I have to do. ‚Cause if i do so then i‘ll end up just like you. Please give me time to make my own decisions. Thanx for all your concerne now please leave me alone, you‘re lived your life so i‘d like to live my own. Yes, i would like to make my own decisions . So if i decide to „waste“ my whole life by skating, surfing, playing hardcore every day. It’s my own decision / to make.
…sind auch neu!
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Für den 23. August plant die NPD-Berlin in Neukölln einen Naziaufmarsch. Ihr Aufzug richtet sich gegen den geplanten Bau von Hindu-Gebetshäusern und trägt das Motto „UNSERE Stadt – UNSERE Heimat! Keinen weiteren Hindutempel nach Neukölln!“ In ihrem wie immer bekackten Aufruf bezeichnen sie die Gebetshäuser, mit der Größe eines Einfamilienhauses, als „riesige Hindutempel“ und behaupten, die komplett durch Spenden finanzierte Bauvorhaben entstehen „wie immer zu Lasten der Deutschen.“ Wer so was glaubt ist selber schuld udn gehört gehörig abgestraft. Kein männlich-hetero-krieger-rassisten fussbreit dieser fschistischen Widerlingen!!!!
Da so ein NAzikack verbreiten und auch noch scheisse handeln mal garnicht geht ist es wieder zeit sich diesen kleinen Kackscheisser_innen mit voller Wucht entgegenzustellen. Eine gute möglichkeit gibt es dazu am 23. August um 12 Uhr zur Gegenkundgebung und -demonstration am U-Bahnhof Blaschkoallee (U7). Weiterhin aktuelle Ankündigungen z.B. auf www.antifa-neukoelln.de.vu
Am 23. August wird auch ein Infotelefon geschaltet sein, um am Tag selber neueste Entwicklungen und Informationen abrufen zu können. Zu erreichen ist es unter 01577-3273053
Und wie immer ja nicht die nummer vom EA ( Ermittlungsausschuss) vergessen: 69 22222
Und ein weiteres wichtiges hilfsmittel die Karte zu den einzelnen Routen. Ihr findet sie ebenfalls auf der oben genannten seite.
Wir sehen uns auf den Barrikaden…
Soziale Kämpfe gibt es schon seit Anfang an der Menschheitsgeschichte. Menschen wehren sich gegen Sachen bei denen sie mit den Füßen getreten werden. So auch HAusprojekte, die es Menschen ermöglichen können, mehr Raum zu gewinnen um dem MAchtdurchzogenen RAum unserer Welt mit Kreativität, Wissen und Kampfgeist etwas entgegensetzen zu können. Nicht alles wird immer auf seine gesellschaftlichen Grundzüge untersucht, aber dafür direkt den Ausführenden in die Suppe gespuckt, denn Mensch gehe mal davon aus, dass Menschen die Fähigkeit besitzen unabhängig von ihrem Bedingtsein ihrer Position: Rasse, Klasse, Gender etc. handeln zu können, wenn sie es wollen?!
Somit Kunstkrawall vorraus. Es wird nach allem begehrt – die Freiheit!
*Beulker ist Hausbesitzer der Liebig 14 und der Rigaer 94 sowie der Kadterschmiede. Der Vorwurf ist nicht gegen seine Position als Hausbesitzer ( scheiss Landlords wird es so lange geben wie es Kapitlalismus gibt), sondern gegen das benutzen seiner kruden Methodiken gegen das höchste Verfügungsrecht dieser Welt, den Körper von Personen: in dem Falle gegen die Personen die in den Häusern wohnen
Was genau gemeint ist dazu ein Bericht vom
9.5.2003 Um halb acht Uhr morgens brechen Beulkers Bauarbeiter erneut in die Rigaer 94 ein, indem sie auf dem Dachboden die Wand zwischen Vorderhaus und Seitenflügel durchbrechen. Die Bullen nehmen nach wahllosen Beschuldigungen durch zwei der Bauarbeiter drei Personen, die sich im Haus befinden, fest. Weiterhin werden bisher unversehrte Sachen zerstört, so z.B. die Tischtennisplatte im Garten, Fahrräder im Treppenhaus, Waschmaschinen. Über gewaschene Wäsche wird Farbe gekippt. Die Räume der Kadterschmiede werden zertrümmert. Alles landet in Containern. Die Bullen schauen tatenlos zu. Auch als ein Bewohner von Beulker persönlich geschlagen und UnterstützerInnen von Bauarbeitern mit Knüppeln die Strasse entlangt gejagt werden, schreiten die Bullen nicht ein.
Am späten Nachmittag sind Leute aus der Rigaer 94 sowie einige UnterstützerInnen in den Innova-Markt am Alex eingezogen. Dort gibt es schicke Sofas, Kochnischen, Betten – alles das, was in der Rigaer 94 seit Mittwoch fehlt oder zertrümmert wurde.
Crime Thinc bleibt für mich auf jeden FAll eines der interessantesten linksradikalen Projekte/Kollektive. Ihr beständiges Brechen von Stagnationen und starren Weltsichten die linksradikale Politik nur zu oft mit sich bringt sind jede_n Menschen eine absolute Bereicherung, da sie einen noch zwei, drei…..mal mehr über Sachen nachdenken lassen, einen aber nie das Gefühl dabei vermitteln, dass es doch eh keinen Sinn mehr macht. Die folgende Lesung soll etwas zur Problematik avantgardischen Aufdrückens politischer Ansichten beitragen. Es ist spät bzw. viel zu früh….nun also viel spaß dabei, es lohnt sich zuzuhören, und sei es nur zum einschlafen:
Also unsere Freunde von Thoughts Words Action machen mal wieder nen nettes Festele im Berliner Hinterland, da wo den meisten der dort Wohnenenden das andere Menschen volldeutschen förmlich aus dem Gesichte springt…tja nicht mit den kids…da haben sie sich geschnitten…an dem tag ist nichts mit zudeutschen…Frei, Bunt, laut und antifaschistisch….geht es ab…yippie….und ab jetzt erstmal den Deutschern gezegt was nen Grind in ihrem Gesicht ist…
P.S: Bitte alle Leutz die die Möglichkeit haben die Flyer zu verbreitenl, bitte tut dies…ob nun Myspace, nen Blog oder die gute alte website, der Infostand, die mASSENMAIL…Alles ist gewünscht….Keep Loving, keep Fighting….dicke Props an die leutz von TWA…over and out.
Haha….geiler Stuff gefunden auf Indymedia…Auf jeden Fall eine praktische und inhaltliche Belustigung…Kopfschuss…das war nicht Selbstmord sondern Mord…soundet es grad in meinen kindlichen Punkerohren…aber ihr wisst…zu guter letzt: the kids will have their say…somit viel Spass damit!
*schablone auschneiden
*sprühen
*weiterverteilen!
Aus der TAZ
„Terroristen sind auch klug“
TAZ: Herr Schäuble, sind Sie der ranghöchste Hacker Deutschlands?
Wolfgang Schäuble: Nein, ich komme in keinen Computer rein, ich weiß auch kaum, wie die Polizei das macht. Ich weiß gerade mal so, was ein Trojaner ist.
Haben Sie Angst vor den sogenannten Trojanern, also vor Spionagesoftware?
Nein, ich öffne grundsätzlich keine Anhänge von E-Mails, die ich nicht genau einschätzen kann. Außerdem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Trojaner schicken.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Montag das heimliche Ausspähen von privaten Computern durch die Polizei bis auf weiteres für illegal erklärt. Eine Schlappe für den Bundesminister des Innern, der solche Onlinedurchsuchungen propagiert?
Nein. Der BGH hat ja nicht gesagt, das sei überhaupt nicht erlaubt. Er hat nur eine gesetzliche Grundlage gefordert, und die werden wir schaffen.
Sind Sie da so sicher? Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) ist in dieser Frage deutlich skeptischer.
Wie die Regelung konkret aussehen wird, ist noch offen, aber sie wird kommen. Da ist ein breiter Konsens in der Regierungskoalition. Ich habe von niemand gehört, dass wir gar nichts machen sollen.
Warum wollen Sie Computer unbedingt heimlich überwachen? Genügt es nicht, den Rechner bei einer Hausdurchsuchung zu beschlagnahmen und dann auszuwerten?
Nein, es gibt Fälle, da würden die Ermittlungen vorschnell gestört, wenn die Polizei eine Hausdurchsuchung macht. Dann würden Hintermänner und Komplizen gewarnt und könnten ausweichen. Außerdem ist ein Laptop ja auch leicht zu verstecken, vielleicht wird er bei einer Durchsuchung gar nicht gefunden. Ans Internet muss er aber immer wieder.
Soll es solche Onlinedurchsuchungen künftig fünfmal im Jahr geben oder 50.000-mal?
Das hängt davon ab, wie sich die Internet- und Computernutzung entwickelt. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, welche Bedeutung das Internet heute hat? Da will ich mich nicht festlegen. Und natürlich hängt die Antwort auch davon ab, bei welchen Straftaten die Methode angewandt werden darf.
Wofür plädieren Sie?
Als Innenminister, der für die Sicherheit dieses Landes zuständig ist, bin ich natürlich für einen weiten Anwendungsbereich. Die Justizministerin, Frau Zypries, ist da zurückhaltender. Da sind wir noch etwas auseinander. Aber wir sind ja erst am Anfang der Diskussionen.
Sollen nur die Computer von Verdächtigen ausspioniert werden oder auch die von bloßen „Kontaktpersonen“? Sollen Computer nur einmalig durchsucht oder über einen längeren Zeitraum überwacht werden?
Die Fachleute melden uns jetzt den ermittlungstaktischen Bedarf. Dann formulieren wir einen Gesetzentwurf, der politisch abgestimmt wird. Und dann kann ich Ihre Frage beantworten.
Auf der Computerfestplatte findet man auch sehr persönliche Details zu Liebe, Gesundheit und Steuererklärung. Wie wollen Sie den „Kernbereich privater Lebensführung“, dessen Schutz das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe besonders angemahnt hat, beachten?
Ich kenne und respektiere die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Schutz der Privatsphäre. Aber wir müssen auch sehen, dass dieser Schutz in der Alltagswirklichkeit praktikabel bleibt. Verbrecher und Terroristen sind klug genug, so etwas auszunutzen. Die tarnen ihre Informationen dann zum Beispiel als Tagebucheintrag. So leicht dürfen wir es denen nicht machen.
Der Strafrechtsprofessor Matthias Jahn hat am Dienstag in einem taz-Interview vor der Einführung von Onlinedurchsuchungen eine Grundgesetzänderung gefordert, da es um Eingriffe in die Unverletzlichkeit der Wohnung geht. Sehen Sie das auch so?
Bisher nicht. Aber wir werden prüfen, ob eine Verfassungsänderung nötig ist.
Soll auch das Bundesamt für Verfassungsschutz Onlinedurchsuchungen machen?
Ich bin dafür. Ich habe immer betont, dass angesichts der terroristischen Bedrohung die Vorfeldaufklärung mindestens so wichtig ist wie die Strafverfolgung – vor allem, wenn es um Selbstmordattentäter geht. Ob wir aus der Karlsruher Entscheidung auch für den Verfassungsschutz Konsequenzen ziehen müssen, werde ich im Rahmen der ohnehin eingeleiteten Novelle des Verfassungsschutzgesetzes prüfen lassen.
Hat der Verfassungsschutz des Bundes schon bislang private Computer gehackt?
Zu operativen Fragen nehme ich nur im Parlamentarischen Kontrollgremium Stellung.
Verstehen Sie, wenn die Menschen beunruhigt sind, weil die Sicherheitsbehörden immer neue Befugnisse bekommen?
Die meisten Menschen sind über Terrorismus und Kriminalität beunruhigt, nicht über polizeiliche Schutzmaßnahmen. Sie wollen, dass der Staat ihre Sicherheit garantiert. Dazu muss er auch neue Technologien nutzen. Wir können nicht stehenbleiben, wenn das Verbrechen und der Terrorismus immer neue Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung haben.
Muss die Polizei alles nutzen, was technisch möglich ist?
Polizei und Justiz dürfen sich dem technischen Fortschritt jedenfalls nicht verschließen. Denken Sie an die Nutzung der DNA-Analyse. Sie hat viele Fahndungserfolge gebracht, aber auch vielen fälschlich verdächtigten oder verurteilten Menschen ermöglicht, ihre Unschuld zu beweisen. Technischer Fortschritt ist in einem Rechtsstaat auch ein wesentlicher Beitrag für mehr Gerechtigkeit. Orwellsche Visionen halte ich deshalb für ziemlich übertrieben. Wir wollen nicht den gläsernen Menschen, und Sie können sicher sein, dass wir uns immer im Rahmen der geltenden Rechtsordnung halten.
Gegen die ebenfalls geplante Vorratsspeicherung aller Telefon-, E-Mail- und Internetverbindungsdaten wollen 10.000 Menschen Verfassungsbeschwerde einlegen. Stimmt Sie das nicht nachdenklich?
So etwas regt mich nicht mehr auf.
Und was sagen Sie zum Vorwurf, dass der Staat bei der Vorratsspeicherung ins Blaue hinein gewaltige Datenmengen über das Kommunikationsverhalten der ganzen Bevölkerung sammelt?
Letztlich geht es immer um die Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit. Die Datenschützer sind ja nicht moralisch höherwertig, weil sie mehr Gewicht auf die Freiheit legen. Und ich bin kein schlechterer Mensch, weil ich mehr Gewicht auf den Schutz vor Verbrechern lege.
Derzeit werden biometrische Pässe eingeführt, und biometrische Personalausweise sollen ab 2008 folgen. Dann sind Passbilder und Fingerabdrücke der ganzen Bevölkerung digital erfasst – ein wunderbares Fahndungsinstrument.
Das ist nicht geplant. Die biometrischen Merkmale sollen die Ausweispapiere fälschungssicher machen und sicherstellen, dass Passinhaber und vorlegende Person identisch sind. Mit Fahndung hat das nichts zu tun. Die biometrischen Daten sind ja auch ausschließlich auf dem Chip des Ausweispapiers gespeichert.
Und sie sind bei keiner staatlichen Behörde gespeichert? Weder zentral noch dezentral?
So ist das vorgesehen.
Und wie lange gilt dieses Versprechen?
Der Gesetzgeber behält immer die Möglichkeit, einmal getroffene Entscheidungen später zu revidieren. Da lege ich mich jetzt nicht fest.
Es könnte also sein, dass die biometrischen Daten der neuen Ausweispapiere, wenn diese erst einmal eingeführt sind, doch in einer großen Datei zusammengeführt werden – einer Datei, auf die Polizei und Verfassungsschutz dann Zugriff haben?
Ich bin mit Aussagen für die Ewigkeit sehr zurückhaltend.
Sagen Sie das jetzt, weil man bei den Mautdaten schon einmal versprochen hat, dass sie nicht für Fahndungszwecke eingesetzt werden, und Sie das jetzt doch planen?
Ja, daraus habe ich gelernt. Ich bekenne, auch, ich habe Ende 2004 der Regelung im Mautgesetz zugestimmt, die eine Verwendung der Mautdaten für Fahndungszwecke ausdrücklich verbietet. Aber wie mein Kollege, der SPD-Abgeordnete Dieter Wiefelspütz, halte ich das heute für einen schweren Fehler.
Warum?
Es kann nicht sein, dass der Staat diese Daten hat, sie aber ausschließlich für die Abrechnung der Lkw-Maut nutzt und deshalb einen Mord nicht aufklären kann. Das versteht ja kein Mensch.
Ist das nicht eine Salamitaktik? Bei der Einführung neuer Technologien wird beteuert, die Sicherheitsbehörden bekämen keinen Zugriff auf die anfallenden Daten. Und kaum ist die Technologie durchgesetzt, nutzt man das nächstbeste Verbrechen, um der Polizei doch alle Zugänge zu öffnen.
Das wäre vielleicht bedenklich, wenn es eine absichtliche Taktik wäre. Aber beim Mautgesetz gab es sicher keinen derartigen Hintergedanken. Heute bin ich ja auch viel vorsichtiger. Von mir hören Sie keine Versprechungen mehr, dass alles so bleibt, wie es ist. Das wäre auch undemokratisch.
Warum?
Ich kann doch nicht den Gesetzgeber auf Jahre hinaus festlegen. Da würde ich mich ja außerhalb des Rechtsstaats stellen. Nein, wenn es um die Einführung neuer Ermittlungsmethoden geht, wird öffentlich diskutiert, das ist ganz transparent in der Demokratie, und am Ende entscheidet die Mehrheit.
Bei der Onlinedurchsuchung haben Sie aber zunächst keine Gesetzesänderung vorgesehen. Noch im Herbst haben Sie im Bundestag betont, dass dies nicht erforderlich sei.
Da gab es ja auch noch keine rechtlichen Probleme. Die Bundesanwaltschaft hatte erklärt, dass die neue Maßnahme rechtlich als Hausdurchsuchung zu werten ist, ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof hat dies im Februar bestätigt. Erst im November hat ein anderer BGH-Ermittlungsrichter das Fehlen der Rechtsgrundlage moniert. Diese Ansicht, die ein BGH-Strafsenat jetzt bestätigt hat, akzeptiere ich. Und nun diskutieren wir über eine Neuregelung.
taz
INTERVIEW CHRISTIAN RATH 10|07|2007
Also als erstens gehen hier an dieser Stelle ganz dicke Props raus an die Homies von Freequencies. Wenigstens ein paar wenige Menschen die Subkultur und Musik als eine Sache von Herz verstehen…ihr seit mehr Punk als so viele da draußen…dicken respekt.
Da ihr das Thema super angesprochen habt, möchten wir an dieser Stelle nichts anderes tun als unsere Solidarität zu bekunden…Anti Homo, Anti Us!!!!!!!!!!!!!!Und jetzt lasst uns alle zusammen sie Brutal an ihren ultra großen Dingern kitzeln diese Aggrorapper…eine Schwanztrophäe wollten schon viele mal im Schrank haben…over and out!
„Alle MCs sind schwul in Deutschland“ (King Kool Savas, MOR)
Dass die Bezeichnung „schwul“ in der Rap-Szene in der Regel nicht benutzt wird, wenn Komplimente gemacht werden, sondern dass das Wort so viel wie „scheiße“ bedeutet, ist allgemein bekannt. Whacke MCs sind schwul und lassen sich „in den Arsch ficken“, tighte MCs dagegen haben ohne Ende „Bitches“ und geben den Frauen „Schwanz ins Maul“. Die Benutzung von „schwul“ als Schimpfwort“ beschränkt sich allerdings nicht nur auf Diss-Tracks und Gegner, die gar nicht existieren. „Guck dir unsern Bürgermeister an, diesen Wowereit / mir ist kackegal, wofür der seinen Po so spreizt“ rappt Prinz Porno aka Prinz P auf seinem eigentlich eher nachdenklichen Track „Teufel im Schafspelz“. Doch egal, wer von wem als „Schwuchtel“ bezeichnet wird und wer wem in dieser Gesellschaft angeblich den „Schwanz in den Arsch“ schiebt – die Schwulenfeindlichkeit begnügte sich bisher meist mit ein paar Lines und der Aussage, eigentlich wären Schwule ja nicht schlimm, solange sie einen halt in Ruhe lassen.
„Haltet zusammen und schneidet ihnen den Schwanz ab“ (G-Hot und Boss A, Aggro Berlin und SIP)
Der Anfang Juli veröffentlichte Track „Keine Toleranz“ von den Berliner Rappern G-Hot, der bis vor kurzem bei „Aggro Berlin“ unter Vertrag war, und Boss A aka „Die Kralle“ gibt sich damit nicht zufrieden: „Männerehen und Schwuchteln, die Mädchen erzieh‘n / nach meiner Meinung hat sowas kein Leben verdient“. Der Track richtet sich konkret und komplett gegen Schwule – auf eine Art und Weise, die selbst von Rappern aus dem Stammtischweisheiten in Raps verpackenden Aggro-Umfeld so nicht zu erwarten war. G-Hot und Boss A überzeugen durch Bibelkenntnisse à la „es heißt Adam und Eva und nicht Adam und Peter“, ziehen mit „vertreibt sie aus dem Land“ die Konsequenzen und sie vergessen auch nicht die geschichtliche Einordnung: „Was ist bloß passiert…es gab Zeiten, da wurden sie mit der Axt halbiert“. Kein Neonazi hätte es besser auf den Punkt bringen können. Und als hätte er Angst, dass ihnen auch nur irgendwer ihre Dummheit nicht abnehmen könnte, hat sich Boss A sogar dabei filmen lassen, wie er über den CSD läuft und Schwule beleidigt. Schade, dass keiner der Anwesenden Lust hatte, das Klischee, Schwule könnten nicht zuschlagen, zu widerlegen.
„Deutschland darf nie wieder von Multikulti-Schwuchteln regiert werden“ (Henry Nitzsche, CDU)
Und was nun? Aggro Berlin hat sich distanziert und „jede weitere Zusammenarbeit“ mit G-Hot ausgeschlossen – eine wirkliche Begründung gab es dafür bisher allerdings nicht. Die SPD-Politikerin Monika Griefahn, die sich unter anderem wegen der Aggro-Berlin-Veröffentlichungen für mehr Kontrolle von Rap-Tracks aussprach, steht vermutlich schon in den Startlöchern. Und der Rest wird sich entspannt zurücklehnen und sich entweder über die nervigen Nörgler oder über den trotteligen G-Hot lustig machen.
Doch zwei Sachen sollten klar sein. Erstmal war „Keine Toleranz“ kein Unfall in einer Rap-Szene, die sonst durch ihren fortschrittlichen Umgang mit Homosexualität überzeugt. Solange schwulenfeindliche Äußerungen zum guten Ton gehören, ist ein Track, wie ihn G-Hot und Boss A produziert haben, nur konsequent. Das zeigen neben der bisherigen Unfähigkeit von Aggro Berlin, mal zu erklären, was an dem Track von G-Hot und Boss A eigentlich so schlimm ist, auch das begeisterte Feedback auf „Keine Toleranz“ im Internet (natürlich und zum Glück gab es auch Leute die darauf ablehnend reagiert haben).
Dazu kommt, dass wir keine Politiker brauchen, die mit dem Zeigefinger auf die böse Rap-Szene zeigen. Genauso, wie ein Track wie „Keine Toleranz“ in der jetzigen Rap-Szene nicht wirklich verwunderlich ist, ist auch eine größtenteils schwulenfeindliche Rap-Szene keine Überraschung in einer Gesellschaft, in der Schwule bestenfalls geduldet werden. Nur weil einmal im Jahr die „Party-Tunte“ und die „Kampf-Lesbe“ auf dem CSD bestaunt werden dürfen, heißt das nicht, dass Homosexualität als normal gilt.
Wir wenden uns deswegen nicht nur gegen G-Hot und Boss A, sondern generell gegen eine Gesellschaft, in der sowas wie Homophobie überhaupt möglich ist. Wir brauchen keine Regeln, wie Mann und Frau sich zu verhalten haben und wie nicht. Wir können unser Leben selber bestimmen!
Keine Toleranz für Homophobie – egal, ob in der Rap-Szene oder sonstwo!
Zeigt G-Hot und Kralle, was ihr von ihnen haltet – macht Aktionen und stört ihre Konzerte!
Freequencies (Juli 2007)
www.freequencies.org